Edelkrebse im Husemersee

12. August 2010

Gerne gehe ich mit der Familie bei schönem Sommerwetter an den Husemersee im Zürcher Weinland Baden. Der schön im Wald gelegene See bietet nicht nur Gelegenheit sich abzukühlen, er bietet auch einiges in Sachen Fauna und Flora. Schon des Öfteren konnte ich Edelkrebse unter dem Badesteg beobachten und ab und zu packt mich die Lust und ich fange auch mal einen. Natürlich nicht, ohne sie nach einer kurzen Beobachtungszeit wieder in ihr nasses Element zurückzulegen.
Beim letzten Besuch des Husemersees vor rund drei Wochen beobachtete ich also wieder ein mal ein paar Krebse. Wie immer konnte ich gleich welche finden. Ich stand bereits wieder im Schlamm um einen Krebs herauszuholen, als ich im Augenwinkel plötzlich einen wirklich stattlichen Edelkrebs entdeckte. Noch nie habe ich in freier Wildbahn einen solch grossen Edelkrebs beobachten können. Mit etwas Respekt versuchte ich den Burschen zu erwischen, was mir schlussendlich auch gelang. Glücklicherweise hatte ein Freund seine Kamera dabei und ich kann hier das Prachtstück präsentieren.

Ich finde es schön, kann man hier den Edelkrebs noch beobachten. Anscheinend fanden bis Dato keine fremdem, die Krebspest übertragenden Krebsarten wie der rote Amerikanische Sumpfkrebs oder der Signalkrebs den weg in den Husemersee. Ich hoffe das bleibt so.

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Asiatische Tigermücke nun auch in Seuzach?

3. September 2009

Wieder einmal ist die Fahrradrampe bei meiner Wohnung Schauplatz einer tierischen Neuentdeckung. Gestern Morgen packte ich wie üblich mein Fahrrad um damit zum Bahnhof Seuzach zu fahren. Aufgeschreckt von der aufgestossenen Türe, flogen dann zahlreiche schwarze kleine Insekten um mich herum. Der charakteristische Flug verriet mir schnell, dass es sich um die lästigen Plagegeister handelte – Stechmücken. Doch sie waren auffallend dunkel gefärbt. Bei genauerem Hinsehen konnte ich dann auch die schönen weissen Streifen auf den Beinen und dem Rumpf sehen. Alte Bekannte, wie ich sie bereits vor einigen Jahren in Italien im Urlaub zu Gesicht (und auch zu spüren) bekam. Die Asiatische Tigermücke. Da war sie nun also. Nach der Eroberung Italiens, eingeschleppt in alten Autoreifen, zog sie im 2003 in das Tessin ein. Dann vor rund zwei Jahren das erste Mal auf der Alpennordseite im Aargau gesichtet, hat sie es also bis vor meine Haustüre geschafft!

Quelle: Wikipedia.org

Quelle: Wikipedia.org

Gerne hätte ich ein paar Fotos gepostet, doch der Makromodus meiner Digicam kommt da nicht mit. Wer sich aber trotzdem ein Bild über die Mücke machen will und weitere Infos dazu haben möchte, macht sich am besten auf Wikipedia schlau.

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Tapezierspinnen in Seuzach

19. Juli 2009

Vor Jahren habe ich im Schweizer Fernsehen einen Kurzbericht über Tapezierspinnen gesehen. Die Sendung hiess in etwa “Die Vogelspinnen der Schweiz”. Zwischenzeitlich haben sich die Achtbeiner längst aus meinem Gedächtnis verflüchtigt – bis ich vor rund drei Wochen mein Velo zur Arbeit aus dem Velokeller nahm und die Rampe hoch wollte. Da sah ich sie zum ersten mal. Eine schwarze, rund 1cm grosse Spinne, wie ich sie in dieser Gestalt noch nie gesehen hatte. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss war: “Das ist eine Tapezierspinne!” Vom Körperbau her sah sie wirklich einer Vogelspinne sehr ähnlich. Auch die kräftigen Mundwerkzeuge, die sog. Cheliceren, welche sicher einen Drittel der Körperlänge ausmachten, stachen sofort ins Auge. Leider hatte ich keinen Fotoaparat dabei und meine erste Begegnung mit der Gattung Atypus konnte ich somit nicht bildlich festhalten.
Unterwegs zur Arbeit sinnierte ich dann noch ein wenig über die erfreuliche Begegnung. Dabei fragte ich mich, was eine Tapezierspinne in einem Kellereingang zu suchen hat. Aus der TV-Reportage weiss ich noch, dass die Tiere in aus Seide austapezierten Wohnröhren leben, welche sie vorzüglich an sonnigen Hängen bewohnen. Nach einer kurzen Recherche im Web weiss ich jetzt, dass die Männchen im Juni die Wohnröhren verlassen und auf Brautschau gehen. Demnach machte ich wohl Bekanntschaft mit einem Männchen. Aber wo stecken wohl die Weibchen? Neben unserem Haus befindet sich ein kleiner Hügel, welchen ich letzte Woche inspitzieren ging. Und tatsächlich. Ich musste erst gar nicht Suchen. An den steilsten Stellen der zum Süden gewannten Seite des Hügels waren überal die typischen, rund 5 bis 10 cm lagen Fangschläuche zu sehen. Nie sind mir diese Gebilde vorher aufgefallen. Anbei ein paar Fotos die ich gestern geknippst habe.

Die Spinnen selber habe ich leider noch nicht zu Gesicht bekommen, da diese erst bei Dunkelheit in die aus der Erde ragenden Fangschläuche krabbeln, um auf darüber laufende Insekten zu lauern. Werde wohl demnächst bei Dunkelheit, bewaffnet mit Stirnlampe und Fotoaparat, den kleinen Hügel erkundschaften und versuchen eines der Tiere vor die Linse zu kriegen. Gerne werde ich euch dann die Fotos posten und darüber berichten.

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